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Mariner Arten- und Biotopschutz e.V.
c /o Stefan Schäfer
Zum Biegeberg 4
34599 Neuental-Waltersbrück
Deutschland
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Züchterfragebogen

Helfen Sie mit, Nachzuchten populärer zu machen und Wildfänge zu reduzieren.</span>

Wenn Sie Fische und/oder Wirbellose züchten, dann melden Sie sich bei uns.

Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die Tiere regelmäßig züchten und abgeben, oder ob es sich um einen einmaligen Zuchterfolg handelt. Jede Information über nachgezüchtete Tiere ist für uns wichtig und wertvoll.

Um die Erfassungen der Daten möglichst einfach zu machen, haben wir einen Fragebogen erstellt. Einfach ausfüllen und zurücksenden.

Das Marubis Nachzuchtenportal

Fische und Wirbellose, die nicht ihrem natürlichen Lebensraum entnommen, sondern im Binnenland gezüchtet wurden, galten in der Meerwasseraquaristik lange Zeit als Exoten.

Früher kamen, abgesehen von Anemonenfischen wie Amphiprion ocellaris</i>, überhaupt keine Nachzuchten in den Handel - und wenn doch, wurde oftmals den billigeren Wildfängen der Vorzug gegeben.

Zum Glück hat sich in den letzten Jahren eine Menge verändert. Nicht nur die populären Anemonenfische, sondern auch die immer beliebter werdenden Seepferdchen werden in vielen Geschäften fast nur noch als Nachzucht angeboten. Gleiches gilt für manche Wirbellose, wie die nützlichen glasrosenfressenden Garnelen der Gattung Lysmata</i> (z.B. L. wurdemanni). Auch die farbenprächtigen Zwergbarsche (insbesondere Pseudochromis spp.) sind immer öfter als korallenriffschonende Nachzucht erhältlich.

Dabei sind es nicht in erster Linie die Nachzuchttiere aus professionellen Zuchtfarmen, sondern vor allem die Nachzuchten ambitionierter Hobbyisten, die in Deutschland die Verkaufsaquarien des Einzelhandels füllen.

Doch nicht immer haben es diese Hobbyzüchter leicht, ihre hochwertigen Nachzuchttiere auf dem Markt zu etablieren. Vielen Händlern, vor allem aber Aqauarianern ist nicht bewusst, welche Arten bereits als Nachzucht verfügbar wären und so werden immer noch Wildfänge verkauft, die längst durch inländische (und somit auch „klimaschonende") Nachzuchten ersetzt werden könnten.

Einige Arten (z.B. verschiedene Riffbarsche, Putzergrundeln und Seenadeln) können zwar längst künstlich vermehrt werden, gelangen aufgrund mangelnder Popularität jedoch kaum in den Handel. Selbst spektakuläre Zuchterfolge bleiben der Öffentlichkeit weitestgehend verborgen.

An dieser Stelle möchte der MARUBIS ansetzen - Nachzuchten für das Meerwasseraquarium müssen populärer werden!</b>

Hierzu wurde eine internationale Nachzuchtenliste ins Leben gerufen, auf der die Meerestiere, die bereits gezüchtet werden können, verzeichnet sind. Zur jeweiligen Art wird der Züchter genannt und ggf. eine Kontaktadresse angegeben.

Dabei wird differenziert, welche Arten bereits regelmäßig im Handel verfügbar sind und bei welchen die Nachzucht bislang nur experimentell gelungen ist. Bei erstgenannten wird gleich auf Händler verwiesen, bei denen die jeweiligen Nachzuchttiere erworben werden können.

Zum einen können sich Aquarianer so informieren, welche Arten bereits als Nachzucht erhältlich sein könnten, und im Fachhandel gezielt nachfragen - denn die Nachfrage wird langfristig auch ein Angebot schaffen.

Zum anderen haben Aquarianer die Möglichkeit, Tiere direkt beim Züchter anzufragen bzw. einen Fachhändler in ihrer Nähe zu suchen, der die gewünschten Nachzuchten führt.

Züchtern ermöglicht die Nachzuchtenliste Kontaktaufnahme und Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten.

Ein abschließendes Wort an die Meerwasseraquarianer:

Oft hieß es früher, Nachzuchten seien Wildfängen qualitativ unterlegen - eine pauschale Unwahrheit, die entweder auf wenige schwarze Schafe in der Zucht, vor allem aber auf Händler, die lieber weiter günstigen Raubbau an der Natur treiben wollen, zurückzuführen ist.

Fakt ist:

Nachzuchten sind nicht durch Fang und Transport gestresst oder sogar todkrank, wie es bei Importtieren leider viel zu oft der Fall ist. Daher erfreuen sie den Aquarianer durch eine höhere Lebenserwartung. Und ganz nebenbei schont man mit dem Erwerb von inländischen Nachzuchten anstelle von Wildfängen, die per Flugzeug zu uns gelangen, nicht nur die Korallenriffe der Welt, sondern auch das Klima.

Also: Wer Nachzuchten kauft, tut nicht zuletzt sich selbst einen großen Gefallen!